Jura-KI im Anwaltsalltag: Rückblick auf unsere Informationsveranstaltung im cube berlin

Wie kann künstliche Intelligenz den Kanzleialltag sinnvoll unterstützen, ohne dass Vertraulichkeit und Datenschutz auf der Strecke bleiben? Diese Frage stand im Mittelpunkt unserer Informationsveranstaltung „Jura-KI von RA-MICRO im Anwaltsalltag“, die am 24. September 2026 im cube berlin stattfand. 15 Teilnehmende aus Kanzleien in Berlin und Brandenburg nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die neuen Möglichkeiten zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Ein besonderer Ort für ein Zukunftsthema

Mit dem cube berlin am Washingtonplatz hatten wir nicht nur Sitz der RA-MICRO Software AG gewählt, sondern auch einen Veranstaltungsort, der zum Thema passte: modern, markant und mitten im Herzen der Hauptstadt. Zudem der Sitz von RA-MICRO. Ab 14:00 Uhr füllte sich der Raum, und schon bei der Ankunft war spürbar, wie groß das Interesse an KI in der Rechtsbranche inzwischen ist. 

Die Jura-KI im Überblick

Zum Auftakt erhielten die Gäste einen Überblick über die Jura-KI von RA-MICRO und ihre Funktionen. Da die KI direkt in die Kanzleisoftware integriert ist, mit der viele Kanzleien bereits täglich arbeiten, fällt der Einstieg vergleichsweise leicht. Anhand praxisnaher Beispiele wurde gezeigt, wie die KI bei Textentwürfen unterstützt, umfangreiche Dokumente zusammenfasst und bei juristischen Fragestellungen Hilfestellung bietet. 

Deutlich wurde dabei vor allem eines: Die KI ersetzt nicht die anwaltliche Arbeit, kann aber an vielen Stellen Zeit freisetzen, die dann für die eigentliche Mandatsarbeit zur Verfügung steht. Gerade wiederkehrende Aufgaben und interne Abläufe bieten großes Potenzial für Optimierung.

Rechtsanwalt Jan Lehniger: Der Blick aus der Praxis

Rechtsanwalt Lehniger beleuchtete das Thema aus Sicht des anwaltlichen Alltags. Er zeigte auf, welche Aufgaben in Kanzleien besonders viel Zeit binden und an welchen Stellen die Jura-KI einen echten Unterschied machen kann. Dabei ging es ihm weniger um technische Details als um die Frage, wie sich KI sinnvoll in bestehende Arbeitsabläufe einfügt.

Jörg Hoffmann: Datenschutz und verantwortungsvolle Nutzung

Den Teil Datenschutz übernahm Herr Hoffmann, unser KI-Manager und Datenschutzbeauftragter. Er widmete sich den Rahmenbedingungen, die beim Einsatz von KI in Kanzleien unbedingt beachtet werden müssen. Denn gerade im Umgang mit sensiblen Mandantendaten gelten besondere Anforderungen an Datenschutz und Vertraulichkeit. 

Herr Hoffmann erläuterte, worauf Kanzleien bei der Einführung von KI achten sollten, und gab praktische Hinweise für eine sichere und regelkonforme Nutzung. Mit seiner Doppelrolle konnte er technische Zusammenhänge und Compliance-Anforderungen verständlich miteinander verbinden. 

Gerade die Kombination beider Vorträge erwies sich als wertvoll: Die Gäste erfuhren nicht nur, was mit der Jura-KI möglich ist, sondern auch, wie sie es verantwortungsvoll umsetzen können.

Lebhafte Diskussion und offene Fragen

Im Anschluss an die Vorträge nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an die Referenten zu richten.  

Es zeigte sich, dass die Erfahrungen mit KI in den Kanzleien sehr unterschiedlich sind: Während manche bereits erste Schritte gegangen sind, standen andere noch ganz am Anfang. Genau dieser Austausch machte die Fragerunde so lebendig und für alle Beteiligten bereichernd. 

Bei einer kleinen Stärkung setzten sich die Gespräche in entspannter Atmosphäre fort. Viele Gäste tauschten sich über ihre eigenen Pläne zum Einsatz von KI aus.

Unser Fazit

Die Veranstaltung hat gezeigt, wie groß das Interesse an KI im Kanzleialltag ist und wie wichtig es ist, das Thema mit Augenmaß anzugehen. Die Jura-KI von RA-MICRO bietet Kanzleien spannende Möglichkeiten, Zeit zu sparen und Prozesse zu verbessern. Entscheidend ist jedoch, dass Datenschutz und Vertraulichkeit von Anfang an mitbedacht werden. 

Wir bedanken uns herzlich bei Rechtsanwalt Jan Lehniger und Jörg Hoffmann für ihre spannenden Vorträge sowie bei allen Gästen für ihr Kommen, ihre Fragen und den offenen Austausch.